eine Busreise mit Heiratsangebot

 

meine Busfahrt war irgendwie, eben fuer Suedostasien, ganz normal… 5h fahrt, zwei Stopps fuer etwas zu essen (mich wuerde wirklich mal interessieren, wie die Abmachungen zwischen Busunternehmen und Raststaette in der Regel so aussehen), kaputte Sitze und ein paar mangoverkauferinnen zwischendurch.
Nicht ganz normal war die eine Mangoverkaeuferin, die die Essensstopps und die fahrt zwischendurch damit verbracht hat, mir Khmer beizubringen. Ihr englisch war nicht allzu gut, deswegen ging es meist durch das zeigen mit dem Finger auf irgendwas. Sie hat mir dann in khmer gesagt was es ist, ich ihr in englisch. Was sie allerdings ganz gut drauf hatte, war mir zu erzaehlen dass sie nicht verheiratet ist, sie hat ganz schnell verstanden dass ich nicht verheiratet bin (warum zur hoelle hab ich das eigentlich ehrlich beantwortet?) und nen heiratsantrag hat sie auf dem Fussboden des Busses (Mangoverkauferinnen sitzen irgendwie im Mittelgang, nicht auf Sitzen) auch ganz schnell improvisiert =D =O Mich haette in dem Moment mein eigenes Gesicht sehr interessiert =)
Angekommen bin ich in Phnom Penh dann doch irgendwie unverheiratet und unverlobt. Glueck gehabt =)

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Ankommen in Phnom Penh ist inzwischen auch die Suedostasiatische Routine. Ausm Bus aussteigen und erstmal von 6-10 TukTuk- und Mototaxifahrer empfangen werden. Den Leuten erklaeren, dass es keine transportation braucht. Nochmal jedem einzelnen sagen, dass man den Service nicht braucht. Sich durch die Menge an Dienstleistern kaempfen, um irgendwie an das eigene Gepaeck zu kommen. Beobachten, wie ca. die haelfte der Fahrer aufgibt, dafuer aber nochmal neue hinzukommen. Auch den neuen erklaeren, dass man kein Taxi braucht. Rucksack schultern, und in viele unglaeubige Geischter blicken, die immernoch nicht glauben koennen dass jemand zu Fuss geht. Freundlich verabschieden, umdrehen und um die erste Haeuserecke gehen. Karte auspacken und den Standpunkt und die Route zum gewuenschten Guesthouse ermitteln. An jederStrassenecke zwei Mototaxifahrern erklaeren dass man WIRKLICH kein Taxi braucht. Dabei immer schoen freundlich bleiben, laecheln und Nachsicht walten lassen…
Nagut, in Phnom Penh bin ich jetzt wirklich mal an einer kreuzung explodiert. ich schaeme mich ein wenig, aber der gute mann war auch zu penetrant. Nach dem dritten nein und dem vierten mal „Heeeello sir, Taxiiiiii“ der gleichen Person hab ich ihm erklaert, dass Mototaxidriver wirklich „a pain in the ass“ sind und er endlich mal „shut the fuck up and dont ask me four times taaaaaaaaaxi“. ich glaube ihm war nicht mehr so wohl. Gesichtsverlust und wichtig fuer Asiaten hin oder her, es ist passiert. Mir gings danach jedenfalls besser =)

Auch auffaellig in Phnom Penh: nach zwei transportations kommt einmal die Frage nach weed, dann wieder transportation, dann weed oder opium, dann wieder transportation und dann irgendwelche dinge, die ich noch nie gehoert hab… echt krass hier.

mein Guesthouse ist dafuer ganz lusitg. Auf stelzen in nem See mitten in der Stadt gebaut, unter dem bett nen Holzdielenboden und wenn man durch die Ritzen blickt, sieht man dreckige braune Bruehe und viel Muell… spannend =)

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