ein klitzekleiner Spaziergang ans Meer…

 

… hätte es gestern eigentlich werden sollen.

EInfach nur vom Haus aus bis da hin wo man auf Seeigel stehen, Sonnenmilch schnüffeln und Touristen beim brutzeln zusehen kann. Sieht, so auf den ersten Blick, auch gar nicht wild aus:

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Das Bild ist von der Terasse der Wohnung aufgenommen, quasi zwei Meter hinter dem Kamin. Also brauchte ich nur den Berg hinunterkommen und dem Flusslauf folgen. eineinhalb bis zwei Stunden und ich bin da. Hab ich zumindest gedacht.

Erstmal ist das runterkommen leichter gesagt als getan. Da ich von der Strasse aus noch nie einen Pfad nach unten gesehen habe, bin ich auf der Suche nach einem Weg in Richtung Norden gelaufen. Also erstmal vom Meer weg. ich bin gelaufen und gelaufen und dem Flussbett immer etwas näher gekommen, aber an der tiefsten Stelle des Wegen haben halt immernoch 10m gefehlt. 10m, die es steil an einer Felswand nach unten ging. ich wollte nicht noch weiter nördlich, also habe ich zur allgemeinen Motivation meine Flipflops (die anderen Schuhe waren blöderweise im Büro, unten, fast am Strand…) in den Abgrund geworfen und bin ihnen nachgestiegen. Hat barfuß erstaunlich gut geklappt und der kleine Fluss unten war ehrlich erfrischend kühl um die Zehen =)
Ich habe es fast bis ans Meer geschafft, zumindest den schlimmsten Teil davon, habe ich danach gedacht. Zumindest in dem Moment. jetzt musste ich „nur“ noch dem Flussbett entlang spazieren… Es ist zwar wunderschön, aber an dern wegsamsten Stellen sah es so aus:

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an anderen stand ich mangels Felsen hüfttief im Wasser und wollte dann die Kamera auch nicht mehr auspacken =) Zwischendurch wurde ich immer mal wieder aufgehalten… von sowas:

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oder von sowas:

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oder von Feuerroten Libellen, oder von Pinken Libellen oder weil ich mal wieder von tausenden Moskitos überfallen wurde.

Tatsächlich habe ich die Wohnung nach zwei Stunden nochmals gesehen. Ich habe es in zwei Stunden gerade mal bis an den Hügel direkt unter dem Haus geschafft.
Nachdem ich total zerstochen wurde, zweimal in den Fluss gefallen bin und einmal bis zum Hals, das andere mal bis zum Bauchnabel nass war (god bless the american waterproof peli-cases =)) kam ich nach insgesamt 4,5h am Meer an. Und wenn man dann genau hinschaut, die vom barfuß-über-Felsen-auf-dem-Wasser-balancieren verbrannten Fußsohlen ins kühle Meer hält, die Ohren nicht gerade Richtung Srandbar richtet, die Nase statt Sonnenmilch Salz und Fisch erwischt, dann kann es sogar in Marbella am Strand superschön sein.

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