unterwegs mit DejaVou-Tours

 

Von Phnom Penh nach Don Det. Den Trip kenne ich eigentlich schon, auch wenn es angeblich heute etwas anders funktionieren soll als das letzte mal. Das letzte mal wurde erklaert, man wuerde am fruehn Morgen in Phnom Penh starten und noch am selben Tag in Don Det ankommen. Von Kambodscha nach Laos in einem Tag. Die Erkentniss von unterwegs? Pustekuchen: in Stung Treng, dem letzten Staedtchen vor der Grenze, stellt der Fahrer voellig ueberrascht fest dass er es nicht mehr zur Grenze schafft bevor sie schliesst und man legt einen Zwischenstopp ueber Nacht in Stung Treng ein. Das war frueher. Zuuuuufaellig hat es damals wohl nie hingehauen mit dem Eintages-Trip. Heute gibt es offensichtlich Touristen-VIP-Expressbusse, die das tgatsaechlich schaffen. Zumindest habe ich das schon von mehreren Leuten bestaetigt bekommen. Abfahrt um kurz vor sieben in Kambodschas Hauptstadt und Ankuft auf den 4000 Islands gegen sieben Uhr Abends.
Ich konnte mich nicht so richtig fuer die Idee begeistern. Ja, ich habe geglaubt dass das klappt, aber man muss ja nicht allzu sehr hetzen. Stung Treng… sooo negativ habe ich das fuer eine Nacht gar nicht in Erinnerung, und die Idee dort ne Pause einzulegen und bei Tageslicht mit viel Zeit fuer die Suche nach einer Bleibe auf Don Det zu haben gefiel mir irgendwie besser. Ausserdem kommt man zumindest nach Stung Treng auch im ganz normalen Local-Bus. Ich habe immernoch keinen uebermaessigen Bedarf an VIP-Touristenbussen.

Demnach war heute ein Busfahrt-Tag. Neun Stunden ueber Buckelpisten in den Nordosten Kambodschas. Die Mangoverkaeuferinnen von frueher gibts heute irgendwie nichtmehr im Bus, und ich kann mich auch nichtmehr so direkt an Klimaanlagen in den Bussen erinnern, aber das koennte auch taeuschen. Trotzdem ist es beinahe das gleiche und an sich herzlich unspannend. Busfahren eben.
Um fuenf in Strung Treng angekommen, war zumindest alles wie frueher. Hier hat sich echt nicht viel geandert, lediglich die Uebernachtungstouristen auf dem Weg nach Laos fehlen, mein Internetcafe hat geschlossen und Bustickets werden woanders verkauft. Ansonsten blieb dieses Staedtchen genau das gleiche verschlafene Nest am Mekong. Ein wenig Aehnlichkeit vermute ich heute mit dem Mekong-Delta in Vietnam zu erkennen. Der Fluss, die Faehren, die Ruhe die so ein Ort hat, der Markt, der SugarCaneJuice und die FoodStalls. Nicht das gleiche, aber durchaus verwandt. Mir faellt diesesmal auch viel bewusster auf, dass verdammt viel hier chinesisch ist. Nicht nur die ganzen Schilder in dreisprachiger Ausfuehrung (Khmer, Chinesisich und englisch), auch so manches Gesicht laesst ganz eindeutig chinesischen Einfluss erkennen. Was die hier her treibt, das konnte ich in der kurzen Zeit allerdings nicht herausfinden.
Und weil ich gerade so komplett in Erinnerungen an die Reise vor zwei Jahren unterwegs bin, habe ich auf direktem Weg das Hotel von damals aufgesucht und explizit nach dem Zimmer ganz oben, bei der Dachterasse, am Eck, das mit den vielen Geckos gefragt. Es war frei, der Preis der gleiche und ich begeistert. So einfach ist das manchmal.
Also gibts hier jetzt ein Bild, das ich vor zwei Jahren ziemlich genau gleich schonmal geknipst habe. Damals hat das gruene Haus gefehlt, aber der Rest ist definitiv same same.

heute

heute

und damals

und damals

Nachdem es dunkel wurde, ging irgendwo in der Stadt laute Musik los und Dank meiner wunderbaren Bleibe mit Ausblick ueber die ganze Stadt konnte ich sogar ein Riesenrad finden. Noch ein Jahrmarkt. Da scheints jemand gut mit mir zu meinen. Diesmal sogar mit Livemusik, den tollen Waschschuesselspielchen, Riesenrad und Achterbahn. Wird dieses Wochenende eigentlich ueberall in Kambodscha gefeiert? Ich weiss es nicht, aber mir gefaellts =)

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