Im Sog der Haengematteninsel.

 

Don Det and Don Khon. Life on these twin islands feels so laid back that you can imagine them just drifting downriver into Cambodia with barely anyone blinking an eyelid. The land of the lotus eaters is writ true on Don Det, as many a traveller has found themselves in a hammok-bound slumber, unable to drag themselves away from the island’s charms.“ (Lonely Planet: Laos)

Selten kann ich dem lieben Guidebook sowas von vollkommen recht geben wie in diesen Zeilen. Viel passiert hier echt nicht.

Okay, ein wenig etwas passiert schon. Gesten Nacht hats zum Beispiel Gewittert, ...

Okay, ein wenig etwas passiert schon. Gesten Nacht hats zum Beispiel Gewittert, …

... und heute ein klitzeklein wenig geregnet. Gerade genug fuer einen Regenbogen.

… und heute ein klitzeklein wenig geregnet. Gerade genug fuer einen Regenbogen.

 

Ansonsten sind zumindest die Kuehe auf den Beinen ...

Ansonsten sind zumindest die Kuehe auf den Beinen …

... waehrend die kleinen Kaetzchen so ziemlich garnichts beeindruckt.

… waehrend die kleinen Kaetzchen so ziemlich garnichts beeindruckt.

 

Okay, irgendwann Nachmittags habe ich mich dann doch auf den Weg gemacht. Wieder rueber auf Don Khon, diesmal aber nach der Bruecke nicht links nach Norden sondern rechts nach Sueden abgebogen wollte ich einen anderen Wasserfall sehen. Ich konnte mich schon letztes mal nicht aufraffen, deswegen wollte ich es wenigstens heute schaffen. Ein wenig Bewegung kann ja nicht schaden. Auf dem Weg kann ich es mir allerdings nicht verkneifen, in dem ein- oder anderen Restaurant zu stoppen. Zuerst fuer Kaffee. Laos-Kaffee ist einfach mit Abstand der beste, erst recht mit dieser zaehfluessigen, weissen, zuckersuessen Masse die hier einfach nur „Milk“ genannt wird. Definitiv keine H-Milch aus dem Edeka. Aber lecker. Nach zwei Kaffe gings dann mit Tee weiter: Lemon-Jasmin-Tee auf Eis. Auch lecker. Danach dann nen Kaffe-Banane-Koksnuss-Shake. Und, weils einfach viel zu gemuetlich auf diesen Bodenmatten mit den dreieckigen Thai-Herumlunger-Kissen und in Haengematten ist: nochmal stoppen, Annanas-Banane-Lemone-Shake. Alles miteinander zum reinsetzen, ehrlich. Waehrend den ganzen Zwischenstopps auf der suedlichen Haelfte lerne ich immer mehr Aussteiger kennen, die irgendwie und irgendwann verhaengt sind. Eine nicht zu verachtende Anzahl, aber man kennt sich wohl. Nach der Frage wie meine Bleibe heisst kommen von allen mit denen ich gesprochen habe die Namen des Paerchens aus Huette Nummer drei als Antwort. Ich wueder sie alle miteinander als Althippies bezeichnen, wenn das Wort nicht irgendwie nen leicht negativen Unterton haette. Zumindest das „alt“ trifft auf alle irgendwie zu. Vielleicht faellt mir ja noch eine bessere Schubalden-Bezeichnung fuer diese Don Det Residents ein ;-).

110876_original111297_originalIch habe fast nicht mehr daran geglaubt am Wasserfall anzukommen, aber irgendwie habe ich es trotz allem geschafft. Und inzwischen bin ich froh darum. Ja, es ist eine der touristischsten Ecken die man auf den Inseln finden kann. Mit endlosen Souvenierstaenden die T-Shirts, angelblich hangewebte Stoffe und viel Ramsch verkaufen, einem Parkplatz(!) und allem was eben dazugehoert, aber es lohnt sich. Nicht nur die Souvenierstaende und der Parkplatz wirkt irgendwie falsch hier, der ganze Wasserfall passt nicht wirklich in die Gegend. Zumindest wirkt er neben dem was man sonst auf den Inseln sieht beinahe surreal. Achja, „Li Phi Falls“ nennt sich der Spass. Nicht beeindruckend hoch, aber beeindruckend breit und zeklueftet. Nicht badetauglich, aber zumindest ein Grund doch aus der Haengematte zu klettern =).

Okay, das war nun wirklich ein kompletter Tag auf Don Det und Don Khon. Schoen hier. Immernoch. Komplett versumpfen mag ich hier jetzt allerdings nicht, und so habe ich, wenn auch ein klein wenig unwillig, ein Busticket von hier weg organisiert. Champasak solls werden, morgen frueh. Tempel oder Tempelruinen oder irgendwie sowas. Zwischendurch ein wenig Sightseeing kann nicht schaden, vorallem wenn man dazu nicht mehr als den Name und ein „ist schoen da!“ als Empfehlung kennt. Ich lass mich einfach mal ueberraschen =D.

 

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