30 Stunden und 1100 Kilometer später… ein anderes Land!

 

Mein Entschluss stand gestern kurz nach dem Aufstehen direkt fest. Während ich mir am Abend zuvor noch nicht sicher war ob ich denn nun bleiben mag oder nicht, ist es nun gar keine Frage mehr: ich werde heute aufbrechen. Und das sogar ohne dass zwischen diesen beiden Meinungen irgendein beeinflussendes Ereignis zu erwähnen wäre. Einfach so aufgewacht und davon überzeugt gewesen, dass da gar keine andere Alternative existiert. Wohin es allerdings gehen soll, da habe ich mir erst als ich am Strand auf das Boot gewartet habe ein paar Kriterien zusammengestellt, anhand derer ich mein neues Ziel auswählen wollte:

  • Regen ist zwar in Thailand nicht so kalt und damit weit nicht so schlimm wie man das als Europäer erst mal im Kopf hat, aber ein Plätzchen an dem es gerade nicht regnet wäre dennoch toll.
  • Mich fragwürdigen (weil mir weitestgehend unbekannten) Reisegruppen auf den „Big Playern“ von Thailands Inseln wie Krabi, PhiPhi oder Samui anzuschließen empfinde ich gerade als keine gute Idee.
  • Auch wenn ich kurzfristig meinen Frieden mit deutschen in Thailand gefunden habe, ich mag das mal nicht überstrapazieren und bevorzuge eher einen Ort mit bunt gemischtem Publikum.

 

ich will die Entscheidung nicht überstürzen, daher belasse ich meine „Planung“ mal bei diesen drei Kriterien und will den Rest unterwegs herausfinden. Zunächst also erstmal volle Aufmerksamkeit dem Weg schenken, und noch nicht so sehr dem Ziel.

die "Fähre" auf Koh Chang

die „Fähre“ auf Koh Chang

Mein Weg scheint aber wieder nicht ganz einfach zu werden. Es regnet mal wieder, wenn auch nur leicht. Das Meer wirkt ziemlich wellig, und während sonst immer irgendjemand am Strand zu sehen war, scheinen sich heute alle in ihren Hütten eingegraben zu haben. Es ist für die lokalen Verhältnisse schon beinahe Weltuntergangsstimmung angesagt. Gut, ich lasse mich nicht beirren und halte daran fest: ich will hier heute weg. Vorsichtshalber verstaue ich den großen Rucksack mal wieder im wasserdichten Seesack, packe alles andere aus dem kleinen wasserdicht und ziehe noch die Regenhülle drüber. Sicher ist sicher, auch wenn ich dadurch manchmal beinahe schon paranoid wirken mag.

"how to": Einsteigen in  das Boot

„how to“: Einsteigen in das Boot

13:10 Uhr: Das Boot ist tatsächlich gekommen, auch wenn es auf den Wellen gerade etwas hilflos aussieht und die Vermutung näher liegen würde, dass es als Treibgut an den Strand gespült wurde anstatt beabsichtigt hierher gesteuert zu haben. Da es auf solchen Inseln weder Bootsanleger noch andere Vorkehrungen gibt trockenen Fußes ins Boot zu gelangen, führt der Weg ins Boot grundsätzlich immer zu Fuß durchs Wasser. Dank des Wellengangs heute lässt sich aber nicht vermeiden, dass alles bis zum Bauchnabel inclusive Unterhose triefend nass wird.

13:40 Uhr: Diese etwas größere Nussschale aka „Fähre“ ist definitiv nicht für diesen Wellengang ausgelegt, um dasa zu erkennen braucht man kein Seefahrtsstudium. Dennoch schlägt sich die zweiköpfige Crew wacker übers Meer, ganz im Gegensatz zur großen Mehrheit ihrer Fahrgäste, die so nach und nach an verschiedenen Buchten der Insel abgeholt werden. Seekrank scheinen hier fast alle zu sein, und auch mir geht es nicht mehr so blendend. Landei halt. Die ersten ziehen bereits nach dem Motto „sicher ist sicher“ Rettungswesten an, was mich doch sehr verwundert… ein thailändisches Fischerboot mit Rettungswesten. Sicherlich haben die das den deutschen Touristen zu verdanken ;). Manch andere versuchen sich abzulenken, indem sie über das Boot, dessen offenen Motor oder die einfachen Holzsitzbänke meckern und irgendwas von „Berufsgenossenschaften“ motzen. Ohjeohje…
Als die ersten dann noch anfangen zu meckern dass das Gepäck feucht wird (wer denk denn auch an sowas? Hallo? Gute Frau… ich weiss ja nicht an was Du im generellen so denkst, aber wenn man in einer kleinen Nusschale von einer Insel abgeholt wird, die im übrigen die gleiche ist die jeden einzelnen hier her gebracht hat, es deutlich regnet und die Wellen am Strand so hoch sind, dass keiner freiwillig baden geht – da sollte man generell schonmal daran denken, dass eventuell die Hose feucht wird. oder das Gepäck…) war es endgültig soweit: mein neulich geschlossener Frieden mit deutschen Touristen scheint schwer zu leiden und ich übe mich mal wieder in intensivem Fremdschämen.

eigentlich kein Bootfahrwetter.

eigentlich kein Bootfahrwetter.

14:00 Uhr: habe ich vorhin das Wort „Weltuntergangsstimmung“ verwendet? Ich muss mich verbessern, das vorhin war Kindergeburtstag, denn JETZT ist Weltuntergangsstimmung. Die Wellen sind, nun ein gutes Stück von der Insel entfernt, deutlich stärker geworden und obendrauf wurde aus dem Regen nun ein richtig ausgewachsener Monsun-Wolkenbruch. Die Crew versucht hektisch das Boot ringsum mit schweren Planen abzudichten, was im inneren natürlich für eine ziemlich bedrückende und im wahrsten Sinne des Wortes düstere Stimmung sorgt. Zumindest hält es den Großteil des Regens draußen, aber logischerweise eben nicht alles. Es wird dennoch nass, von oben, von unten, seitlich, von vorne und von hinten. Während die ersten nun kreide blass erstarrt sich an der einfachen Holzsitzbank festkrallen und wenigstens ihr Gemecker eingestellt haben, tuachen jetzt noch mehr Schwimmwesten auf und fast alle bereiten sich auf einen „Notausstieg“ vor. Wobei, um das ganze zu relativieren… die Thai-Crew stand schwer erheitert über diese Fahrgäste draußen im Regen und sah doch noch relativ entspannt aus, was zumindest bei mir für eine gewisse Ruhe gesorgt hat.

bäh, nass!

bäh, nass!

15:30 Uhr: für die einen mehr, für die anderen weniger überraschend: es haben alle überlebt. Natürlich entsprechend nass, aber überlebt.  Dennoch kann ich nun beobachten, wie aus diversen Rucksäcken und Hosentaschen nun feuchte Reisepässe, Geldbörsen und Fotoapparate gezerrt werden und die armen Thais nach deutscher Schadensersatz-Manier aufs unfreundlichste bedrängt werden. Ich habe wenig bedenken, dass die Thais das in ihrer Gelassenheit irgendwie kratzt, aber dennoch ist es nun Zeit, deutlich Abstand zu gewinnen. Fremdschämen ist kein schönes Gefühl.

15:50 Uhr: per Sammeltaxi in die Stadt. Ich habe es selbst am Straßenrand aufgegabelt, den Preis habe ich auf ein vernünftiges Maß heruntergehandelt (pssst… darf ich aber keinem verraten) und befinde mich nun auf dem Weg in die Stadt. Ich kenne dieses Sammeltaxi und dessen Fahrer, und er konnte sich auch noch an mich erinnern. Ich hätte aber nicht gedacht, dass ich den verschlafenen Thai von meiner Herfahrt so schnell wiedersehen könnte. Thailanderfahrene wissen nun natürlich schon auf Anhieb, wo ich gelandet bin: Klar, an einem von Ranongs Touristenumladepunkten. Mit vielen anderen Touristen, die nun alle in dem mir ebenfalls schon von der Herfahrt bekannten Restaurant abgeladen werden. Als wir ankamen habe ich mich noch kurz beim Fahrer bedankt und von ihm verabschiedet. Wer weiß ob und wann ich mal wieder da bin, aber Thais scheinen Wertschätzung in dieser Form sehr zu schätzen, und oft zahlt es sich beim nächsten treffen wieder aus. Trotzdem gehe ich ein paar Häuser weiter, um in einem anderen Restaurant etwas essbares zu finden. Das Inselessen war einfach nicht so der Hit, das Restaurant nicht mein favorisierter Aufenthaltsort und ich denmach nun ziemlich hungrig. Soviel zeit muss sein.

16:45 Uhr: Mein Entschluss steht immer noch, fürs erste keine ReiseAgentur-Tickets mehr, ich krig das auch alleine hin. Das bedeutet gerade zwar den kleinen Rucksack auf dem Rücken und den großen quer über die Beine per Motorroller-Taxi in strömendem Regen durch Ranong zu jagen, aber das ist es mir wert. Heute bestimme ich, wann und warum und wo ich warte, oder eben auch nass werde.

17:00 Uhr: Ein Ticket an der Busstation zu erwerben ist zwar bei reiner Thai-Beschriftung nicht einfach, aber mit etwas Hand-und-Fuß-Kommunikation trotzdem problemlos möglich. Der nächste geht allerdings erst um acht, aber ich bin im warten die letzten Tage ja schon ziemlich geübt und es gibt hier in der Nähe der Busstation ein herrlich kitschiges Cafe, das von einer Belgierin betrieben wird. Ja, das bedeutet: seit langem mal wieder richtig guten Kaffee und etwas Zeit, das Notizbuch zu füllen.

19:45 Uhr: Der Bus ist da. Im Vergleich zu dem, was mich hier her gebracht hat der absolute Luxus: es gibt je Reihe nur drei Sitze in der gesamten Busbreite, das heisst extrabreite Sitze und Beinfreiheit ist selbst für mich mehr als genug. Trotzdem höre ich ein paar Sitze hinter mir Beschwerden über den Bus in deutscher Sprache. Puh, irgendwas läuft hier doch echt schief, oder? Ich persönlich freue mich gerade, und so langsam formt sich die neue Reiseidee: Kambodscha. Da müsste gerade ein Kanadier aus der alten Reisegruppe am Strand herumhängen, und das könnte ganz lustig werden.

00:30 Uhr: Eine verdammt gemütlich Busfahrt, ohne weiteres Gemecker, ohne Geschnarche und rundum sehr entspannend. Dennoch wird der gesamte Bus nun unsanft geweckt und es stehen vier Polizisten im Mittelflur. Passkontrolle. Achja, so theoretisch sind wir nun wieder sehr nach an der Grenze zu Myanmar, dementsprechend sind die Polizisten an Langnasen gerade absolut garnicht interessiert denn die passen nicht ins Schema „illegale Einwanderer aus Myanmar“. Also einfach weiterschlafen.

05:00 Uhr: Ankunft an Bangkoks Main Bus Terminal. Ich verfolge immer noch die Kambodscha-Idee, weswegen ich nun um die vielenvielen Ticketbuden herumschleiche und nach einem passenden Bus ausschau halte. Je mehr TicketBuden ich sehe, desto komischer finde ich dass es von dieser Busstation eigentlich nur Busse in den Süden zu geben scheint. Ich bin mir da nicht so sicher, habe aber den starken Verdacht dass es noch irgendwie so etwas wie eine „Eastern Bus Station“ geben muss, irgendwo. Die Versuche das herauszufinden oder gar einen Transport dorthin zu organisieren, schlugen bislang aber dank Sprachbarriere ausnahmslos fehl.

06:00 Uhr: Ich bin müde, und ich bin verzweifelt. Auf Reisen eine schlechte (oder zumindest teure) Kombination. Ich mag nicht länger Ergebnisslos durch dieses riesige Terminal mit den unzähligen Ticketbuden auf der Scuhe nach Hinweisen auf Busse gen Osten schleichen und bin auf dem besten Weg, das ganze Vorhaben aufzugeben. Zumindest steige ich in ein Taxi und sage das Zauberwort, das jeder Taxifahrer in Bangkok sprachbarrierefrei versteht: Khao San. Das ist definitiv keine Busstation, sondern vielmehr das Touristenghetto mit den so ungeliebten ReiseAgenturen, aber gut… ich bewege mich damit immerhin mal weiter.

06:20 Uhr: Auf dem Weg zu Fuß durch die Khao San, leicht geknickt weil ich drauf und dran war meinen erst kürzlich wieder aufgegriffenen Anti-Tourie-Ticketbuden-Vorsatz viel zu schnell wieder zu brechen, stolpere ich per Zufall über ein paar mir bekannte Gesichter: Eine Gruppe Leute bunt gemischter Herkunft, die in der Khao San eine relativ neue Bar betreiben. Welch glücklicher Zufall, denn in dieser gruppe gibt es auch wohlwollende Thais die mir beim Sprachbarrierenproblem helfen können. Ich schöpfe plötzlich neue Hoffnung und lasse mir in mein notizbuch etwas in Thai schreiben, das mich per Taxi zur richtigen Busstation bringen soll. Ich bin erstmal glücklich, verabschiede mich von allen und bedanke mich mehrfach, bevor ich aufbreeche mir etwas ausserhalb der KhaoSan ein zuverlässiges und faires Taxi zu suchen.

07:00 Uhr: Taxi hat geklappt, mein Fahrer hält gerade an und erklärt mir, dass wir angekommen seien wo ich hin wollte. Es ist stolz und grinst wie Honigkuchenpferd, weil er erfolgreich ohne englische Sprachkenntnisse eine Langnase an ihr Ziel bringen konnte (Notizbuch sei Dank). Ich schaue verschlafen aus dem Fenster, und muss mich die nun folgenden Minuten schwer zusammenreißen, diesem netten und freundlichen sein Erfolgserlebnis nicht zu zerstören: Ich bezahle nach Taxameter, gebe angemessen großzügig Trinkgeld, lächle erfreut, bedanke mich auf Thai, steige mit einem lächeln aus und laufe in Richtung BusStation, während er weg fährt. Tja, als es weg war habe ich direkt umgedreht, zwar immer noch lächelnd, allerdings nun etwas verzweifelter. Ein schräges lächeln, eher in der Stimmung „Galgenhumor“ auf dem Gesicht, begebe ich mich direkt wieder zum Taxistand. Nein, ich bin nicht böse. Locals sind zwar nett und meistens sehr bemüht und hilfsbereit, aber eben keine wandelnden Informationsstände oder Reiseführer. Da kann schon mal ausversehen die falsche Information vermittelt werden, was mich dann an den falschen Ort führen mag. Im konkreten Fall befinde ich mich aktuell wieder an Bangkoks Main Bus Station. Genau an der Stelle, an der ich vor einer Stunde in ein Taxi zur Khao San gestiegen bin.

07:15 Uhr: neue Energie geschöpft und einen Taxifahrer gefunden der etwas englisch spricht, folgt nun die dritte Taxifahrt in Folge. Er hat mir versichert, verstanden zu haben wo ich hin will, mich an die richtige Bus Station zu bringen und das Taxameter einzuschalten. Nungut, was soll da noch schief gehen? Ich habe keine andere Wahl, als ihm zu vertrauen.

07:15 Uhr: immernoch Taxi. 15km stehen nun schon auf der Uhr, und ich sehe draußen verdächtig viele „Airport“-Schilder am Straßenrand. Ich versuche herauszufinden ob für einen Thai „Eastern Bus Terminal“ und „Suvarnabhumi“ (Flughafen) irgendwie ähnlich klingen und verwechselt werden könnte, indem ich mir im Kopf die Worte mit verschiedenen Betonungen vorspreche. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob die Ähnlichkeit der beiden Worte groß genug ist. Sollten wir irgendwann aus Bangkoks Berufsverkehr-Stau herauskommen und der Taxifahrer mir erklären wir seien ankommen, wirds schon irgendwie weitergehen. Entweder per Bus, oder eben per SuperLastMinute-Flug nach irgendwo. Eigentlich, wenn ich ganz ehrlich bin, wäre mir das gerade ziemlich egal.

08:15 Uhr: wir sind da. Und es ist tatsächlich eine Bus Station und kein Flughafen. Ich habe diesem armen Fahrer also beinahe Unrecht getan. Es waren laut Taxameter 25km und gut eine Stunde Fahrt, aber ich bin nun tatsächlich dort, von wo Busse in den Osten Thailands aufbrechen. Perfekt!

08:30 Uhr: das ging jetzt echt schnell. Ticket nach Trat gekauft (näher an die Grenze geht wohl von Bangkok aus per direktem Bus nicht), dem Ticketverkäufer hinterher bis an den Bus gerannt, eingestiegen und schon fuhr der Bus los. Keine Wartezeit? Ich bin beinahe leicht irritiert, aber begeistert.

13:45 Uhr: Ankunft in Trat. Ich werde hier am Busbahnhof ausnahmsweise mal nicht mit „Taxi, Siiir, Taxi!?“ oder „Guesthouse, you need Guesthouse?!?“ empfangen, sondern vielmehr mit „Cambodia? Cambodia Border?“. Fein, das scheint keine schwere Aufgabe sein von hier aus weiter zu kommen. Trotzdem lasse ich die aufdringlichen Transportdienstleister gekonnt links liegen (jetzt erst Recht: Grundsätzen treu bleiben und so =D) und finde kurz später den offiziellen Minubus-Sammeltaxi-Service.

14:20 Uhr: Gemeinsam mit einer kompletten MiniBus-Ladung voller Asiaten breche ich auf gen Grenze. Ich bin mir ziemlich sicher: jetzt kann nichts mehr schief gehen, also: ByeBye Thailand! =)

17:50 Uhr: Auf der Karte sieht sowas immer ziemlich kurz und „schnell erledigt“ aus, aber in der Realität kann diese transportiererei doch ziemlich Zeit kosten. Wie auch immer, ich bin an der Grenze angekommen und schau mal wieder dem ganz normalen Korruptions-Chaos ins Auge: zuerst alle überfreundlichen „Visum-Hilfen“ abschütteln und sich nen Weg durch die „where you go next? you need taxi? guesthosue?“-Horde kämpfen. Relativ einfach. Dann versuchen, den Preis für das Visum durch geschicktes verhandeln bei den kambodschanischen Grenzbeamten von geforderten 35 US-Dollar möglichst nahe an den offiziellen und quittierten Preis von 20 US-Dollar zu kriegen: schon schwieriger, in meinem Fall erfolglos. Danach aber das wirklich schwierige: Direkt hinter der Grenze gibt es genauso die „where you go next? you need taxi? guesthosue?“-Horde, nun halt keine Thais sondern Kambodschaner. Der Trick hierbei: je weiter man sich zu Fuß von der Grenze wegbewegt, desto geringer wird der Preis für eine Fahrt in die nächste Stadt (knappe 10km). Wenn man allerdings den letzten dieser Horde verpasst, vor sich plötzlich nur noch 10km „nichts und niemand“ bis in die nächste Stadt vor sich hat und dann nochmal umkehren muss, erinnern sich diese Schlitzohren ganz genau an einen und erhöhen den Preis spontan um 100%, denn offensichtlich ist die Not groß genug um umzudrehen.
Ich bekam fast einen Kilometer hinter der Grenze das Angebot für eine Motorrollerfahrt für 2,50 US Dollar. Fein, das klingt halbwegs fair und ich bin dabei. Wie sich herausstellen sollte, war das auch der letzte Transportdienstleister, den ich hätte finden können. Also Glück gehabt, und ich bin auf einem unglaublich klapperigen Gerät mit Motorroller-Anmutung auf dem Weg nach Koh Kong.

19:00 Uhr: beinahe 30 Stunden bin ich nun mehr oder minder am Stück unterwegs in Booten, Bussen, Taxen und auf Motorrollern. Zeit für eine Reisepause und ein vernünftiges Bett, schon allein weil es von Koh Kong aus um diese Uhrzeit keine Busse mehr gibt. Zeit irgendein Zimmer für eine Nacht zu finden, ein wenig am Fluss entlang zu spazieren, ordentliches Essen zu finden und die Gelenke zu entspannen. Gute Nacht, und bis morgen! =)

to see a path or map at this place, JavaScript needs to be enabled.
Wie hat Dir dieser Eintrag gefallen?
Die Daten zu diesem Eintrag: