aller Anfang ist gemächlich…

 

so ein wenig bin ich schon unterwegs, daher muss ich wohl auh ein klein wenig ausholen. Die Nahverkehrsarie mit der deutschen Bahn lasse ich aber mal weg, ich werde sicherlich noch genug Grund haben zu schimpfen, aber gleich damit anzufangen wäre sicherlich nun doch auch nicht schlau.
Also, erste offizielle Urlaubs-Station deswegen: Müchen Hauptbahnhof. Ein Schlafwage auf Gleis 12, von ausssen relativ unscheinbar, macht aber durch sein Interieur das Fahrtziel durchaus sehr deutlich: die Teppiche Weinrot, dia Abteiltrennwände vollflächig verpiegelt und der Rest des Interieurs inverschiedenen leberkäsabstufungen besteht hier geschmacklich kaum Zweifel dass es nach Osteuropa geht. Mein spezieller Waggon genau genommen nach Budapest, weswegen ich von einem ungarischen Zugbegleiter in weisser adidas-Trainingsjacke wahlweise in gebrochenem deutsch oder gebrochenem englisch meinen Platz zugewiesen bekomme. Bei all dem klischee-gemecker muss ich aber doch eingestehen: das zweier-Abteil das wir nun bis am nächsten Morgen unser eigen nennen durften war mit angemessenem Komfort (Waschbecken, Schränkchen, Steckdose und Hadtücher) genauso ausgestattet wie dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik: ein normales Schloss, eine Vorhängekette und ein Sicherheitsriegel machen deutlich ein gutes Gefühl, auch wenn man sich so mitten in der Nacht dann doch mal fragen mag was zum Teufel da draussen so derrt aggressiv zu uns herein wollen könnte, dass diese Barrikaden dann wirklich nötig wären.

Ich kann es inzwischen aber vorweg nehmen: bei uns waren keine bösen Männer im Abteil. Der nette (und inzwischen auch deutlich besser gelaunte) Zugbegleiter im weissen Trainingsanzug servierte zu meiner Überraschung kurz vor Ankunft Kaffee und Tüten-Crossaints zum Frühstück, aber mehr Besuch hatten wir nicht bis wir im verregneten Budapest ankamen. Ja, genau richtig. Regen.

2013-11-05 13.57.22Nicht dass ich zu diesem Zeitpunkt schon irgendwie gewusst hätte was ich so ganz plötzlich mit dieser Stadt anfangen solte.. ich mein so im Grundsatz hatte ich weder so wirklich die Gelegenheit mich die letzten Tage mit dem Gedanken „Urlaub“ so richtig zu identifizieren, noch mir irgendwelche Gedanken gemacht was ich in Budapest denn genau machen oder sehen will, aber der Anblick des Regens hat mir am Haupteingang des Bahnhofs dann trotzdem ganz plötzlich jegliche Restidee genommen, warum ich denn nun hier bin. So wirkliche Sightseeing-Ambitionen kamen auch dann nicht auf, als wir unser Zimmer bezogen. In einer der Haupt-Restaurantmeilen der Innenstadt haben wir uns wie vereinbart gegen 14 Uhr in einem etwas gehobenerem Etabliswement eingetroffen, um auf „den Manager“ zu warten. Etwa zwanzig Minuten später traf dieser dann auch ganz hektisch ein, erklärt uns mit der Buchung wäre was schief gelaufen und unser kleines Appartment wegen Renovation nicht verfügbar.
2013-11-05 16.20.46Hm, meine Laune erhielt in diesem Moment den zweiten kleinen Däämpfer. Aber er würde uns ein anderes Appartment geben, drei Schlafzimmer, zwei Bäder, Küche und Flur… Na hossa, so ganz plötzlich ging die Laune bergauf. Und mal ganz ehrlich: ist es schlimm bei Regenwetter rinnen zu sitzen, Kaffee zu trinken und das Toruistenleben mal langsam angehen zu lassen? ;) Es hat ein wenig Gemeinsamkeit mit meinem Moskau-Aufenthalt, bei Regenwetter in Cafes herumhängen und das Reisebudget in Cappuchinos investieren, aber auch an Moskau denke ich gerne zurück.

2013-11-05 16.21.47

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