auf der Suche nach „Urlaub“…

 

Zu viel gearbeitet, zu lange am Stück gearbeitet, oder einfach nur zu abgelenkt vom täglichen Leben? Ungeachtet dessen, dass da vielleicht auch ein Zusammenhang zwischen verschiedenen kleinen Ursachen bestehen kann, habe ich vor ein paar Tagen zugegeben relativ unmotiviert ein wenig Zeug in einen Rucksack gepackt. Freizeit steht an, ein wenig reisen gehen und den Alltag vergessen und so. Hauptsächlich waren das Dinge, die von letztem mal Unterwegssein noch immer in Rucksacknähe lagen und zuhause nie wirklich Verwendung fanden, sowie eine Zahnbürste, ein paar Klamotten die mir noch irgendwie halbwegs passten (viel ist das ohnehin nicht, nehme ich doch zuhause irgendwie über die Zeit immer zu), ein Ladegerät und etwas Kram der mir irgendwie nützlich erschien.

Viel System hatte das alles nicht, aber was beim letzten mal funktioniert hat, das wird dieses mal doch nicht plötzlich nicht mehr funktionieren können!? Und ohnehin, für was packte ich eigentlich? Es soll Urlaub sein, sagt mir mein Kopf. Aber normalerweise habe ich etwas mehr Idee davon, was ich von dem Wort erwarte und kann mich etwas mehr einfühlen. Ich weiss nicht so recht was oder wohin ich dieses mal denn wollen könnte. Ich weiß nur, zu was ich mich definitiv nicht motivieren konnte: Irgendwelche Visa organisieren oder gar einen Flug zu buchen, was nun immerhin den Rahmen meines Vorhabens ein wenig klarer bestimmt, wenn auch nicht direkt durch irgendwelche Pläne und vielmehr durch irgendwelche (Reise-) Verbote, die so manche Grenzen eben nun mal mit sich bringen.

Also: Rucksack gepackt, und mit einem mehr oder mindert überhastetem Beigeschmack in einen Zug nach Bratislava gestiegen. Nicht weil dem irgendein Plan zu Grunde liegen würde, sondern lediglich der Hoffnung wegen dass das für eine Inspiration reichen könnte. Eine Inspiration, wie das mit diesem „Urlaub“ denn nochmal so genau funktioniert hat, und um was es denn beim Reisen immer ging. Mein Kopf sagt mir immernoch, es sei etwas Gutes. Etwas das mir gut tut, oder zumindest immer gut getan hat; aber tief im Inneren ist das eine ziemlich leere These, die ich nicht mehr so recht nachvollziehen kann.

Aber: ich höre auf meinen Kopf, ich mache mich auf den Weg. Wohin, das weiss ich nicht. Warum weiss ich auch nicht so recht, und alles in allem scheint das auch gar keine allzu schlechte Ausgangslage zu sein, sagt irgendwas in mir drin. Jetzt muss ich nur diesen ominösen „Urlaub“ noch finden, aber das wird wohl zu schaffen sein…

 

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