das einfache Touristenleben in Bratislava – bei schönem Wetter

 

Ein wenig als „Glück“ kann man es ja beinahe bezeichnen, oder schon fast so weit gehen es „Schicksal“ zu nennen: während es dort wo wir heute eigentlich gewesen sein wollten noch immer mehr oder weniger zu regnen scheint, können wir uns heute in Bratislava bei fast durchgehendem Sonnenschein den einfachen Dingen des Touristen-Dasein widmen.

 

Regen in Bratislava Innenstadt

ja, eine kurze Regenphase. Aber nichts, was sich nicht mit Kaffee überbrücken ließe

Ausblick über Bratislava

ist es nich herrlich, diese hübsch aufgeräumte Stadt bei Sonnenschein?

Ja, ganz richtig. Ich habe mich in die Touristenhorde eingereiht, mich bemüht auch ohne Trekkingsandalen oder Wanderschuhen nicht sonderlich aufzufallen, was glaub auch gar nicht mal so schlecht gelang.

    • Also ausnahmsweise mal nicht den Reiseesel spielen, der ständig in die Ferne will. Sich nicht um die slowakischen Pensionsbesitzer und ihre komischen Eigenheiten kümmern müssen, sondern im erfolgreich gebuchten Hotel eine sichere Bleibe haben.
    • Mal nicht „aus Prinzip“ auch um die schlimmsten Touristenrestaurants im Zentrum drücken weil qualitativ ohnehin eher fragwürdig, preislich immer unverschämt und sowieso nicht das was einem versprochen wird, sondern sich daran freuen dass es ja günstiger als daheim ist, die Karte in der Regel tolle Bilder UND eine Übersetzung in vieleviele Sprachen bietet und man sich um das Essen tatsächlich mal echt nicht sorgen muss.
    • Wenns mal langweilig wird: Souvenirläden besuchen, die freuen sich immer, und tun auch immer noch so als würden sich freuen wenn man am gleichen Tag zum dritten mal mit leeren Händen wieder geht.
Eine Brücke in Bratislava, samt UFO obendrauf

Eine Brücke. Eine berühmte Brücke, von der ich als Vorzeige-Tourist alle Namen, Daten und Fakten kennen sollte… und es doch nicht tu

eine chinesische Reisegruppe posiert in Bratislava

chinesische Reisegruppen – manchmalo fast besser als Comedy

  • In der Fußgängerzone kann man auch mal Eis essen, weils warm ist und die Sonne scheint. Und wenn ein kleines Papierschirmchen drauf und die Waffel ein Baumstriezel (oder hier konkreter ein „Trdelník“) ist, kann einem das auch mal 5,50 wert sein ohne mit der Wimper zu zucken.
  • Chinesische Reisegruppen sind auch hier irgendwie herrlich komisch, auch wenn mir mit der Zeit immer mehr auffällt, dass es zwar selten verplantere, aber eben auch noch seltener ausgelassenere und glücklich scheinendere Touristen zu geben scheint. Ob es da wohl einen geheimen Zusammenhang zwischen den beiden Eigenschaften gibt?
  • Ach, und nicht zu vergessen: man kann auch mal von renovierter Burg zu rausgeputzter Kirche zu schnieke Brunnen und zurück laufen ohne den patinabefreiten Hochglanz als störend zu empfinden, oder sich zumindest nicht darum kümmern. Ja, das „nicht darum kümmern“ scheint der wahre Schlüssel zu sein. Es ist eben eine Touristenhochburg, wenn auch nicht ganz so schlimm wie München oder Prag, aber es ist eine. Und da gelten eben gewisse Hochglanzregeln.

 

Nur für irgendwelche Eintrittsgelder zu diesen polierten Sehenswürdigkeiten oder einen anderen Steinehaufen (aka Burgruine) knapp außerhalb von Bratislava konnte ich mich dann doch nicht hinreißen lassen, ich fand das Geld ist besser in Luxusschlupf und Eis investiert, das trägt jedenfalls bei mir aktuell deutlich mehr zur guten Laune bei als Steinehaufen.
Ach, was auch noch weg fiel, weil so weit konnte ich trotz Touristenleben im Müßiggang nicht über meinen eigenen Schatten springen: Eine Führung samt Fähnchen und exorbitant interessanten Geschichten zur Stadt habe ich ebenso nicht mitgemacht, wie ich mit einem „hop on hop off Sightseeing Bus“ gefahren bin. Man soll es ja nicht übertreiben.

 

der ,,Námestie slobody'' (Freedom Square) mit der ,,Fontána Družby'' (Fontain of Union), gebaut 1979 - 1980.  Wem kommt das noch dezent kommunistisch vor, auch ohne das Datum? =)

der ,,Námestie slobody“ (Freedom Square) mit der ,,Fontána Družby“ (Fontain of Union), gebaut 1979 – 1980.
Wem kommt das noch dezent kommunistisch vor, auch ohne das Datum? =)

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