einfach nur ein Spaziergang durch Warschau…

 

 

So ein Städtetrip ganz alleine innerhalb von Europa, das ist schon eine Sache für sich.

Eine Sache, mit der ich noch immer irgendwie ein wenig schwer zurecht komme um ehrlich zu sein.

 

Während die breite Masse mit der Kamera von Kirche zu Denkmal zu historischem Gebäude rennt und Fotos sammelt, kann ich mich damit irgendwie wenig anfreunden. Kirche? Ja, gesehen. Altes Haus? Ach, ja, stimmt, hätte ich beinahe übersehen. Schick wie die das alles renoviert haben!

Eine weitere, durchaus gängige Beschäftigungsmöglichkeit scheinen ausgedehnte Cafe- und Restaurant Aufenthalte zu sein zu denen ich mich alleine allerdings auch nicht so recht animieren kann, schlicht und einfach weil das ohne Unterhaltung irgendwie auch schnell ein wenig öde ist; mal ganz davon abgesehen dass man hier alleine recht gerne im letzten Eck kurz vor den Toiletten im Zentrum der mitleidsvollen Blicke der anderen positioniert wird und sich dementsprechend gerne fühlt wie in den frühen Phasen der Pubertät am Kindertisch auf allerhand unangenehmen Familienfeiern.

Wenn man dann nicht unbedingt viel Wert auf spontanen Kontakt zu komischen Gestalten legt die man sonst auch gerne in Bahnhofsnähe finden könnte und auch wenig Interesse an den Museen verspürt, so bleibt schnell eigentlich nur noch eine Beschäftigung über: spazieren gehen, und das ziemlich ausgedehnt in weiten Kreisen quer durch die Stadt. Wohl immer auf der Suche nach irgendetwas das einen so wirklich überraschen könnte, oder vielleicht auch nur ein wenig verwundert oder… irgendetwas eben, das eben mal nicht so ist wie es zu hause womöglich auch wäre. Irgendetwas eben, das ein wenig das Gefühl von „jepp, ich bin im Urlaub“ auslöst. Wenn Urlaub aber bislang gut und gerne mal von maximalem Kulturschock geprägt wurde, ist es einfach schwer das in Warschau zu finden.

 

Und nein, nur falls es jetzt ein wenig so klingen mag: Warschau ist keine unschöne, langweilige oder blöde Stadt, ich bin mir sogar sicher dass es eine schöne, spannende und interessante Stadt sein kann, allerdings mag ich den Zugang dazu gerade nicht so recht finden zu können. Und nichts desto trotz: spazieren gehen geht immer, ist allermeistens was angenehmes und man kann dabei nachdenken und Pläne schmieden, denn einfach aufgeben ist ja definitiv auch keine Option.

 

 

 

 

 


Aber bei so viel Zeit und so wenig Plan bleibt viel Platz für „Bild mit Ton“:

heute mal Eisenbahnbrücke links, Strand gegenüber, Angler ums Eck und Straßenbahnen mit Autos und Motorrädern auf der Brücke rechts… oh, und eine Fährverbindung zum Strand gibts sogar auch noch… also viel los hier am Wasser =)

EIsenbahnbrücke links, Strand gegenüber, Angler ums Eck und Straßenbahnen mit Autos und Motorrädern auf der Brücke rechts... viel los hier am Wasser =)


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